DIE KURZE GESCHICHTE EINER LANGEN TRADITION ERZGEBIRGISCHER HOLZKUNST.

1899 


Edmund Oswald Müller gründet mit seiner Frau Lina am Schindelberg 8 den Betrieb in Seiffen und legt damit den Grundstein des



heutigen Familienunternehmens. Die Produktion besteht zunächst vorwiegend aus Miniaturen, Miniaturstuben und Miniaturstuben in



Streichholzschachteln sowie Autos, Flugzeuge und Schmuckkästchen aus Holz hergestellt.




1914


Kauf des Grundstückes an der Hauptstraße 132 und Trockenlegung der Feuchtwiese, anschließend Wohnhausbau mit Einliegewerkstatt.



1918
Bau eines großen Schuppens zur Holzlagerung.



1919
Der Anbau am Wohnhaus wird fertiggestellt, darin ein sogenannter Fuchsschwanz, zum verlustfreien Vierteln großer Baumstämme.





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Lina und Edmund Oswald Müller  Wohn- u. Geschäftshaus an der Hauptstr. 132 in Seiffen



1926


Erstmalig wird die Leipziger Mustermesse besucht und es entsteht ein Katalog mit dem Produktionssortiment zur besseren



Kundeninformation.





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Edmund Oswald Müller mit Sohn Paul auf der Leipziger Mustermesse



1928


Weltwirtschaftskrise - der Artikelverkauf ist noch schwieriger als sonst. Nicht selten wird der Handel mit einer Kiepe (Tragekorb)



notwendig, um die Firmenexistenz zu sichern und den Lebensunterhalt bestreiten zu können.



1936


Die Firmenbezeichnung ERZGEBIRGISCHE KLEINKUNST® wird mit der Eintragung beim Deutschen Patent- und Markenamt



gesetzlich geschützt.



1937


Bau eines separaten Werkstattgebäudes mit einer Fläche von ca. 300m2. Damit kann die Produktion komplett in das neue Gebäude



verlagert werden - zusätzlicher Platz im alten Wohnhaus für die größer gewordene Familie.



1943


Der Firmengründer Edmund Oswald Müller verstirbt im Alter von nur 66 Jahren. Sein Sohn Paul Edmund Müller übernimmt das



Unternehmen zusammen mit seiner Frau Luise - die Familientradition lebt weiter.



1944


Durch Zwang der Regierenden wird die Produktion auf Kriegsprodukte umgestellt. Anstelle der beliebten Naturholz-Puppenmöbel,



deren Produktion fast zum Erliegen kommt, bestimmen nun Pulverkisten, Bunkerhocker, Munitionsbehälter und Teile für die V2 das Sortiment. Die Materialbeschaffung ist kaum noch möglich.



1945


Unter den schwierigen Nachkriegsbedingungen wird ein Neuanfang mit einem kleinen Warensortiment gewagt. Gefragt sind



Gebrauchsgegenstände wie Tabakdosen, Küchenbretter und Untersetzer, aber auch erste Puppenmöbel entstehen wieder.






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1956


Nach 30 Jahren der vorerst letzter Besuch des Unternehmens auf der Leipziger Messe. Aus politischen Gründen ist es privaten      


Firmen nicht mehr möglich, unmittelbar Kontakt zu ihrem weltweiten Kundenstamm zu halten.Staatliche Betriebe wie DHZ und DEMUSA übernehmen jetzt den Absatz der Produkte.




1959


Die Produktion wird mit erzgebirgischer Volkskunst bereichert und die ersten beiden Pyramiden finden ihren Platz im gewachsenen


Sortiment.   





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1960


Durch die zentrale Materialbeschaffung in der DDR sind die benötigten Roh- und Hilfstoffe immer schwieriger zu beschaffen.




1962


Nachdem die Puppenmöbelproduktion als Spielwarenindustrie eingestuft wird und deren Herstellung keinen Ertrag mehr bringt,



kommt diese völlig zum Erliegen.   



1963


Artikel wie Miniaturen, Engel & Bergmann sowie Baumbehang komplettieren das Sortiment und erweisen sich als „Exportschlager“.



Dadurch wird jedoch ein Kauf der Erzeugnisse durch die eigene Bevölkerung in der DDR fast nicht mehr möglich.





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1973


Paul Edmund Müller übergibt seinem Sohn Gunter die Firma, die er mit seiner Ehefrau Regina in der dritten Generation weiterführt.




1985


Die erste Mehrstockpyramide entsteht und bereichert als sogenannte dreistöckige „Krönchenpyramide“ das Sortiment.




1986


Durch die Lohnklausel zwischen staatlichen Betrieben und privaten Handwerkern schrumpft die Mitarbeiterzahl auf drei Personen.



Trotzdem wird das Produktionssortiment erweitert und es folgen die 2- und später die 4-stöckige „Krönchenpyramide“.





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1989


Die „Wende“ führt zunächst zum totalen Zusammenbruch der Produktion, da die staatlichen Vertriebsfirmen alle Aufträge stornieren



und andererseits keinerlei Kundenadressen preisgeben. Das neue Firmenzeichen wird entwickelt und weltweit geschützt.





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1990


Neue Ideen beleben die Produktion. In Form von Schwibbögen, Spieldosen, Spitzbögen, Kurrenden usw. nehmen sie in der



handwerklichen Fertigung Gestalt an. Erste Kunden werden wieder direkt beliefert. Kurz nach der Einführung der DM entsteht im


kleinen Büro ein Ladengeschäft und mit dem neuen VW-Transporter sucht die Firma auf Märkten, vorwiegend im Norden


Deutschlands, nach neuen Absatzmöglichkeiten.





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1992


Komplettsanierung des Erdgeschosses im ersten Gebäudekomplex. Damit wächst die Ladenverkaufsfläche auf ca. 60m2, um dem



größer werdenden Touristenstrom in Seiffen das umfangreiche Sortiment zu präsentieren.





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1993


Nach 37 Jahren und langen Verhandlungen mit den Messegesellschaften ist die Fa. Müller wieder als Aussteller auf der



Spielwarenmesse in Nürnberg sowie auf der neuen Messe CADEAUX in Leipzig vertreten.





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1994


Ringo Müller, Sohn von Regina und Gunter Müller, steigt als Mitgesellschafter und Vertreter der vierten Generation in das



Traditionsunternehmen ein. Eine Serie von elektrisch beleuchteten Schwibbögen gehört zu den Neuheiten.





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1995


Die stetig wachsende Mitarbeiterzahl und erhöhte Produktionsauslastung machen den Neubau einer Produktionshalle mit über



700m2 dringend notwendig für rationelle Produktionsbedingungen. Die Inbetriebnahme kann noch rechtzeitig vor dem


Weihnachtsgeschäft erfolgen.



1996


Das Meisterstück von Ringo Müller, einer der ersten komplett innenbeleuchteten Schwibbögen größerer Dimension, wird als jährlich



limitierte Auflage in die Produktion übernommen. Erstmals stellt die Müller GmbH auf den Messen in Tokyo und Toronto aus und


informiert umfangreich im mehrsprachigen Katalog auch über unsere Region. Komplettsanierung des zweiten Gebäudekomplexes,


der nun den Versand im Erdgeschoß und die Malerei im Obergeschoß beherbergt.



1997


Der 1. Gebäudekomplex wird völlig umgebaut und erhält neben einem Büro mit Musterzimmer auch einen auf über 120m2



vergrößerten Verkaufsraum. Mehr als 5.000 Artikel von über 200 Herstellern werden hier präsentiert.



1998


Start der Internetpräsentation mit Informationen über die Erzeugnispalette und Firmengeschichte unter der Domain



www.mueller-kleinkunst.de und 1. Preis für die ausgezeichnete Gestaltung der Website. Planungsbeginn zur Erweiterung und


grundlegenden Rationalisierung der maschinellen Fertigung mit Holzlager und Spritzerei. Zukauf des Grundstückes Hauptstraße 154b


und Bau von neuen Produktionshallen und Spänesilo.



1999


Tochter Anja steigt in die Firma ein. Erstmalige Firmenpräsentation auf der Fachmesse in New York und Vertrieb für Japan durch 



eine angesehene japanische Firma als Werksvertretung. Fertigstellung des Produktionskomplexes Werk 2 und komplette 


Auslagerung der maschinellen Fertigung. Produktion auf über 3.000m2 mit 35 Mitarbeitern. Das Sortiment umfasst jetzt fast



ausschließlich weihnachtliche Artikel aus eigener Entwicklung, die an über 1.100 Kunden in neun Ländern verkauft werden.



Preisverleihung „Tradition & Form“ für hohes gestalterisches und handwerkliches Niveau anlässlich der 100-Jahrfeier.


Eröffnung eines weiteren Fachgeschäftes als Filiale direkt im Seiffener Zentrum mit 130m2 Verkaufsfläche.





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2000


Größte Maschineninvestition seit Firmenbestehen und Hauptpreis „Vorbildliche Existenzgründung im Handwerk“ für Ringo Müller.




2001


USA-Fernsehauftritt mit Interview im „Christmas Special“ von Martha Stewart auf CBS und Darstellung der Pyramidenmontage.




2003


Nordamerikavertrieb durch angesehene amerikanische Firma als Werksvertretung. Verwüstung des Ladenbereichs mit Teilen des



Erdgeschosses im Hauptgebäude nach schwerem Unwetter - die Rekonstruktions- und Präventionsmaßnahmen dauern 7 Monate. 


Der Schwibbogen „Alt Dresden“ wird nach langer und intensiver Entwicklung erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.



2004


Erweiterung des Produktionskomplexes Werk 2 mit Anbau einer Lagerhalle für Rohstoffe und Fertigware auf 500m2. Neuer



Messestand zur flexiblen und zeitgemäßen Präsentation des gewachsenen Sortimentes, das jetzt auch Räuchermänner enthält, auf


mittlerweile 4 Inlandsmessen. Zur Kompensation der nachlassenden Inlandsnachfrage Eröffnung eines permanenten


Ausstellungsraumes in Atlanta, USA. Sonderpreis „Tradition & Form“ für den Schwibbogen „Alt Dresden“ der weltweit der


einzigste Schwibbogen mit integrierter Soundelektronik ist.





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2005


Die Internetpräsentation wird auf www.mueller.com umgestellt und jetzt ca. 20.000-mal monatlich besucht. Vertrieb in



Großbritannien durch renommierte Firma als Werksvertretung. Erstmalig werden die Müllerschen Produkte auf einer Fachmesse in


London erfolgreich präsentiert. Der Schwibbogen „Alt Dresden“ ist Finalist für den sächsischen Staatspreis für Design 2005.



2008


Komplette Umgestaltung des Ladengeschäfts an der Hauptstr. 132 zu einem Ausstellungsraum mit integriertem Verkauf für das 



große Sortiment eigener Herstellung.





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Erleben Sie hier eine Zeitreise von der Neuzeit zurück zu den Anfängen unserer langen Tradition.


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