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Holzschnitzerei Bley

1991 übernahm Johannes Bley, nach der Holzbildhauerausbildung und Meisterprüfung, den Betrieb in der 6. Generation, in dem auch sein Bruder Christian tätig ist.

Der Urururgroßvater Adam Bley gründete 1835 als Pfeifenschnitzer den heute ältesten Schnitzereibetrieb in Empfertshausen. Alle Familienmitglieder waren in die karg bezahlte Arbeit eingebunden und ab 1880 bildete Sohn Valentin Lehrlinge aus. Die Produktpalette wurde um Buchstützen, Ausgießgarnituren und Kleiderhaken erweitert. Erstmals 1879 auf einer Leipziger Ausstellung vertreten, erhielt Valentin ein Diplom für seine Arbeiten. 

1894 übernahm Friedrich Bley das Geschäft und brachte es durch die schweren Jahre von Krieg, Weltwirtschaftskrise und Nationalsozialismus, um den Betrieb 1946 an seinen Sohn Reinhold zu übergeben.

1970 übernahm Johnannes und Christians Vater Hilmar die Firma. Inzwischen arbeiteten hier 20 Beschäftigte. Nur 2 Jahre später erfolgte die Verstaatlichung, noch bis 1976 war Hilmar Bley als Betriebsdirektor tätig. Dann durfte er aber keine leitende Funktion mehr ausüben und schnitzte deshalb für die Evangelische Beschaffungsstelle in Erfurt. 1981 gelang es ihm, nach langen Bemühungen, seine Selbstständigkeit zurückzuerlangen. Es entstanden Madonnen, Kreuze, Krippen und viele Sonderanfertigungen.